Über uns

1978 sah der Kreisvorstand des DTSB eine Chance, den Anforderungen nach immer mehr Mitgliedern in ständig neuen Sportarten gerecht zu werden. Bei der BSG Aufbau, der Betriebssportgemeinschaft des Luckenwalder Baustoffwerkes, wurde eine neue Judo-Sektion ins Leben gerufen. Die Basis bildeten Arbeitsgemeinschaften der Fritz-Schmenkel- und der Wilhelm-Pieck-Oberschule.
Rasch entwickelte sich aus den Anfängen eine starke Sportgruppe, die in Spitzenzeiten 65 Schülern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bot. Sportfreund Berg, auf dessen Schultern lange Zeit allein der gesamte Trainings- und Wettkampfbetrieb lastete, sah seinen Einsatz nicht immer belohnt. Der damaligen Schulrätin und seiner Direktorin waren die Stunden, die er mit den Kindern in der Sporthalle verbrachte, zu viel und sie verboten ihm die “Nebentätigkeit”. So mussten gerade 18jährige ohne Ausbildung und Erfahrung als Übungsleiter einspringen.

Von den vormals 65 Mitgliedern waren nach kurzer Zeit noch 25 übrig. Aber die ließen sich nicht unterkriegen und nach und nach stabilisierte sich der Mitgliederstand wieder, ohne jedoch jemals wieder den alten Stand zu erreichen. Gekrönt wurden die Mühen des inzwischen auf den Trainerposten zurückgekehrten Uwe Berg, als 1986 die Sportler Darco Schulz (Gründungsmitglied des Vereins), Detlef und Jörg Wagner die Prüfung zum 1.Dan bestanden und fortan den schwarzen Gürtel tragen durften. 2002 folgten ihnen Maik Ziehe, der in den 90ern zeitweilig den gesamten Trainingsbetrieb leitete, und Marco Eller, inzwischen der Finanzchef des Vereins.
In der Wendezeit kämpfte die Sportgruppe ein weiteres Mal ums Überleben. Berufliche und familiäre Verpflichtungen, Mitgliederschwund, Verlust der Trainingsstätte in der Jüterboger Straße, die für viele schon eine zweite Heimat geworden war, der veränderte Führungsstil im Verein (ohne Trägerbetrieb) sowie die neue Angebotspalette an Kampfsportarten bewirkten eine Neuorientierung, an deren Ende sich 1995 eine neue Sportgemeinschaft mit den Sparten Judo und Karate entwickelte – Bushido Luckenwalde.
Der Mitgliederbestand erholte sich langsam wieder. Selbst Jugendliche und Erwachsene finden den Weg in die neue Trainingsstätte, der Turnhalle der Förderschule, wo Rolf Mauersberger und Uwe Berg den Trainingsbetrieb der Judokas leiten und Detlef Wagner für die Karateka verantwortlich zeichnet. Der Jungbrunnen des Vereins jedoch ist eine starke Trainingsgruppe von 5-7jährigen, die unter Leitung von Katharina Mauersberger Bewegungserfahrungen sammeln und erste Schritte auf dem Weg zu kleinen Judokas machen. Die Ergebnisse der guten Trainingsarbeit zeigen sich auch in der Lust der Kinder, sich im Wettkampf mit anderen zu messen. So entstanden freundschaftliche Beziehungen zu Sportvereinen wie JSV Jüterbog und dem Belziger JV und Erfolge blieben nicht aus. Immer wieder schaffen es Sportler des Vereins bis zu den Landesmeisterschaften, den Nordostdeutschen Meisterschaften (Stefanie Pusch, Anna Wieprecht) oder sogar zu den Deutschen Meisterschaften (Anna Wieprecht) ihrer Altersklassen.
Einen Höhepunkt erlebte der Verein, als 2007 knapp 100 Judokas aus Jüterbog, Herzberg, Luckenwalde und dem französischen Loudeac in unserer Halle eine gemeinsame Trainingseinheit absolvierten.
Zum 30jährigen Jubiläum gab es ein kleines Fest, wo die “Ehemaligen” auf die “Heutigen” trafen und Erinnerungen sowie Erfahrungen ausgetauscht wurden. Zur Feier des Tages erhielt jedes Mitglied ein Jubiläums-T-Shirt.
Dem Zeitgeist folgend entwickelte der Verein eine eigene Website, auf der die aktuellen Tätigkeiten, Termine und die Geschichte von Bushido Luckenwalde dargestellt werden.
Die Karate-Abteilung verzeichnet einen sprotlichen Höhenflug mit Max Kestin, der regelmäßig Medaillien bei Regional- und deutschen Meisterschaften sammelt sowie 2014  und 2015 in die Nationalmannschaft der 15 – 17jährigen berufen wurde und an den Weltmeisterschaften seiner Altersklasse teilnahm. Detlef Wagner legte 2011 den  1. Dan in Karate ab und ist damit einzige Sportler im Verein der in beiden Sportarten Dan-Träger ist.
Zu gesellschaftlichen Höhepunkten entwickelten sich die jährlichen Familienfeste und Weihnachtsfeiern.